Als die Patientin zu mir kam, bestimmten ihre Regelschmerzen ihr Leben. Monat für Monat.
Ihre Schmerzen waren manchmal so stark, dass sie sogar in Ohnmacht gefallen ist. Dadurch entwickelte sich eine Angst, die besonders stark an den Tagen vor den Tagen deutlich wurde.
Nach einer ausführlichen Anamnese wurde schnell klar, dass die Schmerzen nicht einfach „da“ waren. Stress bestimmte ihren Alltag und immer wieder überschritt sie ihre eigenen Grenzen, sodass sie kein Gefühl mehr für den eigenen Körper und ihre Bedürfnisse hatte.
Keine Zeit für die dringend benötigte Erholung und für das Beachten einer nährstoffhaltigen Ernährung, brachten mehrere Ungleichgewichte, die wir auch in den Blutwerten und einer Stuhlanalyse sichtbar machen konnten. Schritt für Schritt haben wir die einzelnen Puzzleteile zusammengesetzt, indem wir das Labor ausgewertet, einen individuellen Therapieplan erstellt und an ihrem Mindset gearbeitet haben.
Wichtig war es, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse erstmal kennenlernen durfte und die damit wichtigen Grenzen zu setzten lernte. Endlich konnte sie NEIN sagen und sich selbst an die erste Stelle zu setzen.
In diesem Prozess durfte sie hineinwachsen und plötzlich kam der Monat, indem sie tatsächlich, das erste Mal seit Jahren keine Schmerzen mehr hatte. Weg war die Angst vor der Ohnmacht. Ihr Körper hat ihr gezeigt, dass Schmerzen nicht normal sein müssen.
Ein großer AHA-Moment, denn die Schmerzen kamen wieder, wenn sie erneut über ihre Grenzen gegangen ist und der Stress mehr wurde. Mittlerweile hat sie ein sehr gutes Körpergefühl entwickelt und weiß was ihr gut tut.
Und genau darauf kommt es an. Das Vertrauen in den eigenen Körper wieder zu finden. Du darfst verstehen, dass dein Körper nicht gegen dich arbeitet, sondern immer wieder versucht mit dir zu sprechen. Das kann er leider nur über Symptome, Schmerzen oder Erschöpfung.